Storytelling für dein Marketing: Was wirklich wichtig ist

Wie kannst du Storytelling für dein Marketing einsetzen? Warum werden Storys weitererzählt und geteilt? Damit deine Story wirklich effektiv ist und Vertrauen aufbaut, solltest du eine Fähigkeit ganz besonders trainieren. Welche genau das ist, darum geht es in diesem Beitrag. Übrigens: Das wird nicht nur deine Storytelling-Fähigkeiten verbessern, sondern deine komplette Marketingkommunikation! 

Vivi ist eine starke, charismatische Frau und hat nur eines im Kopf: Sie möchte so viele „huggs“ (Umarmungen) wie möglich in die Welt bringen. Die Kolumbianerin ist die Erfinderin der „Hugger“. Hugger sind Stofftiere, die Kindern in Krankenhäusern heilende Umarmungen schenkt. Sie haben keine Augen, Ohren oder Mund – dafür aber ein großes offenes Herz und riesige Armen, um Kinder (und Erwachsene) kräftig zu umarmen.

Hier findest du ein sehr niedliches Video zu den kleinen Huggern:

Das erste Mal wurde ich Anfang Juli darauf aufmerksam. Mein Bekannter Ludwig filmte ein Video zu den kleinen Stofftieren, in dem er begeistert von der emotionalen Wirkung der Hugger berichtete. Er hatte sich mit der Gründerin Vivi getroffen, die aktuell in Deutschland unterwegs war und noch einige Hugger im Gepäck mitgebracht hatte.

Ludwigs Video kam super an! Innerhalb kürzester Zeit waren die Hugger verkauft, etliche Menschen beteiligten sich, kommentierten und diskutierten.

Durch Zufall erfuhr auch seine Bekannten Olga von den Huggern, die in einem Kinderheim in Deutschland arbeitet. Gemeinsam beschlossen sie, eine Aktion zu machen, bei der pro gekauftem Stofftier ein weiteres Stofftier an ein Kind in Kolumbien gespendet wird.

In einem ihrer Facebook-Beiträge berichtet sie von ihrer Erfahrung mit den Huggern:

(…)„ Dieser Moment war magisch. Die Kinder haben sofort verstanden, welche Kraft in ihren Huggern liegt und haben sich direkt mit ihnen verbunden, legten sie sich um den Hals, spielten mit den langen Armen und wiederholten, was ich ihnen über die Hugger erzählt hatte. Ich sagte ihnen, dass der Hugger sie ausgesucht hatte und, dass sie sich einen Namen für ihren Hugger aussuchen konnten.

Die Kinder fragten augenblicklich, wer ihnen die Hugger geschenkt habe und alle hatten ein fröhliches, unbeschwertes Lächeln auf dem Gesicht. Ein Kind sagte: „Max Knuddelmann macht ein warmes Gefühl im Herz.“ Ein anderes: „Mein Hugger kann sich selbst umarmen.“ An diesem Tag beschenkten mich die Kinder mit vielen Umarmungen, sodass die Huggerenergie durch die ganze Gruppe strömte.“ 

(Olga hat mir die Erlaubnis gegeben, ihre Geschichten zu teilen. Den vollständigen Beitrag findest du hier

Olgas Bericht wurde zahlreich kommentiert:

„Wie wunderschön.“
„Eine wirklich berührende Geschichte, es sollte viel mehr Menschen wie dich, Vivi, Ludwig und die Näherinnen geben.“
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Bin total gerührt (…). Wo bekomme ich die denn her?“

Das ist die Macht einer guten Story!

Warum werden Geschichten weitererzählt?

Vivi, die Erfinderin der Hugger, hat kein einzigen Euro für Werbung investiert. Sie hat auch keine Facebook-Anzeige geschaltet oder an einem Sales-Pitch teilgenommen. Sie hat sich ihrer Vision verschrieben, Kindern in Krankenhäusern Trost zu spenden – und reist nun um die Welt, um die Story der Kinder zu verbreiten und jedem davon zu erzählen, der es hören will. Und ihre Geschichte wird gerne weitererzählt, kommentiert und geteilt. Warum ist das so? Warum werden manche Geschichten geteilt und andere nicht?

Weil es bei einer Story nicht um dich oder dein Produkt geht.
Es geht immer nur um den, der zuhört.

Menschen verbreiten keine Story über ein Produkt. Aber sie verbreiten Storys, die etwas über sie selber aussagen.

Was ist damit gemeint?

Welche Story erzählt sich deine Kunden über sich selbst?

Ein ganz kurzer Exkurs:

Jeder deiner Kunden erzählt sich eine Story über sein eigenes Leben. Er hat gewisse Erfahrungen gemacht und dadurch seine Meinung gefestigt, was für ihn wahr ist und was nicht („Glaubenssätze“). Er verknüpft alle Punkte seines Lebens und zieht daraus sein Fazit, was für ein Mensch er ist.

So kann z.B. jemand, der übergewichtig ist, denken, „dass er halt so ist und sich das auch nie ändern wird“. Die Person hat vielleicht schon etliche Rückschläge hinter sich. Im Rückblick werden diese Rückschläge miteinander zu einer Story verbunden. So spult die Person dann die Story in ihrem Kopf ab, dass sie „halt dazu bestimmt ist, übergewichtig zu sein“. Und wird jede weitere Erfahrung so interpretieren, dass das Bild bestätigt wird.

Aus all unseren Erfahrungen, Urteilen und Vorstellungen bildet sich unsere selektive Wahrnehmung.

Was wir hören, ist oft nur unsere Meinung, kein Fakt. Und wir sehen nie die Wahrheit, sondern nur unsere Perspektive der Wahrheit.

Das hat die Natur schlau eingerichtet, um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und so Energie zu sparen. Sonst müssten wir jeden Tag alles neu bewerten.

Jemand, der sich selber als einen großherzigen Menschen wahrnimmt, wird nach Anzeichen suchen, die seine Meinung bestärken. Er erinnert sich zum Beispiel eher an Situationen, in denen er geholfen hat als an die, in denen er nicht so nett zu seinen Mitmenschen war.

Was hat das jetzt mit Storytelling zu tun?

Jeder deiner Kunden filtert Informationen durch seine selektive Wahrnehmung. Bist du nun z.B. Ernährungsberater und dein Kunde der festen Meinung, er sei halt genetisch so vorprogrammiert, wirst du ihn mit deiner Werbebotschaft nicht erreichen. Sie wird kaum zu ihm durchdringen, da jede konträre Meinung sein gefestigtes Bild stören würde und damit Gefahr und Unsicherheit auslöst (kognitive Dissonanz).

Es macht also absolut keinen Sinn, jemanden überreden oder überzeugen zu wollen, eine andere Meinung anzunehmen. Aber du kannst ihm helfen, durch eine Story seine Erfahrung neu zu interpretieren und ggf. alte Vorstellungen zu korrigieren.

Du hast bestimmt schon oft Werbeaussagen wie diese gehört: „Ich war einmal genau in deiner Lage. Damals ging es mir…. (Schmerzpunkte erwähnen). Dann habe ich… (Produkt / Leistungen) entdeckt und mein Leben hat sich radikal verändert.“

Mir persönlich ist diese Art Marketing zu plump und manipulativ. Dennoch ist sie wirksam, denn sie zielt darauf ab, die Wahrnehmung zu verändern. Menschen, die zuhören, denken sich „Wenn DER das kann, dann funktioniert das ja vielleicht auch für mich?

Es muss aber nicht so plump sein. Mit einer guten Story kannst du die Wahrnehmung deiner Kunden viel stilvoller und unaufdringlicher verändern.

Hierfür ist es super wichtig, dass du die Glaubenssätze, Einwände und Vorurteile deiner Kunden sehr gut kennst.

Storytelling Marketing - so werden Storys weitererzählt

Die wichtigste Storytelling-Fähigkeit: Empathie!

Die wichtigste Storytelling-Fähigkeit ist nicht, dass du gut schreiben kannst.
Deine wichtigste Fähigkeit ist deine Empathie!

Welche Werte und Überzeugungen hat dein Kunde? Wie ist seine Eigenwahrnehmung? Welche Hindernisse stehen in seinem Weg? Welche Story spielt sich in ihrem Kopf ab?

Meine Kunden sind z.B. sehr mitfühlende Menschen, die ihren Kunden wirklich helfen wollen. Dabei übersehen sie ganz gerne ihre eigenen Stärken und Talente, weil sie denken, diese seien nichts Besonderes. Und sie vermarkten sich nicht so gerne, aus Angst, zu aufdringlich zu wirken.

Warum ich das weiß? Weil ich sehr viel mit ihnen gemeinsam habe.

Und weil ich mit vielen zusammengearbeitet habe und ganz klar die Überschneidungspunkte erkenne.

Natürlich ist jeder Mensch ein einzigartiges Bündel aus Erfahrungen und Werten. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die alle gemeinsam haben.

Wenn du wirklich gute Storys erzählen willst, ist es deine Aufgabe, diese Gemeinsamkeiten herauszufiltern. Du darfst deine Empathie trainieren und wirklich mitfühlen, was in deinen Kunden vorgeht. Du darfst sie richtig gut kennenlernen und verstehen, welche Story sie sich über sich selbst erzählen.

Das kannst du, indem du auf die Feinheiten achtest:

  • Worauf legen sie besonders Wert?
  • Welche Sprache benutzen sie? (Z.B. Ich fühle mich…, Ich denke…)
  • Welche Aspekte ihres Lebens betonen sie besonders?
  • Womit umgeben sie sich? Was lesen sie? Was inspiriert sie?
  • Was sind ihre Lieblingsbücher? Warum?
  • Warum genau haben sie dich ausgewählt?
  • Was wünschen sie sich?
  • Wie würden ihre besten Freunde sie beschreiben?

Das alles hilft dir, dein Einfühlungsvermögen zu trainieren. Und das ist die wichtigste Fähigkeit, die du als Unternehmer haben kannst.

Wenn du verstehst, was deine Kunden wollen, dann kannst du alles erreichen (Ja, auch die Weltherrschaft).

Deinen Kunden interessiert es nicht, was du oder dein Produkt kannst. Oder wie viele Zertifikate an deiner Wand hängen. Er will nur wissen, wie er sein Ziel erreichen kann. Er will wissen, wie er von seiner Ausgangslage zu seinem gewünschten Ziel kommt.

Hierfür musst du sehr genau analysieren, was in deinem Kunden in seiner aktuellen Situation vorgeht. Je mehr du über ihn weißt, umso bessere und effektivere Storys kannst du erzählen, die „seinen Nerv“ treffen.

Storytelling für dein Marketing: Warum werden Storys weitererzählt?

Neben wir das Beispiel vom Anfang, von Vivi und ihren „Huggern“. Sie hätte sagen können: „Kauf das Stofftier, es ist ganz toll“.

Aber wie effektiv wäre das gewesen?

Vivis Kunden sind Menschen, die sich selber als engagiert wahrnehmen. Es sind Menschen, die gerne Gutes tun und Glück dabei empfinden, anderen zu helfen.

Was ist also der beste Weg, um ihre Story zu verbreiten? Kunden eine Geschichte an die Hand zu geben, die ihr Selbstbild stärkt.

Sie erzählt also von den Kindern und lässt die Zuhörer dadurch mitfühlen, welche Veränderung entsteht und wie glücklich es die Kinder macht. Im Anschluss steht dann jedem frei, ob er sich daran beteiligen möchte oder nicht.

Was meinst du: Welche Geschichte erzählt sich jemand, der so einen Hugger kauft? Er wird wissen, dass er etwas Gutes getan hat, dass er das Leben eines anderen ein Stück besser machen konnte.

Er wird sich großartig dadurch fühlen und vielleicht seinen Freunden davon berichten. So wie es Ludwig in seinem Video oder Olga in ihrem Text gemacht hat.

Freiwillig, ohne Druck und ohne nervige Marketing-Botschaften.

Diese Geschichte hilft nicht nur den Kindern – sondern auch den Kunden. Jeder, der die Story teilt, erzählt damit auch etwas über sich selbst.

Und das ist absolut nichts Schlechtes!

Vivis Story wird nicht jeden kümmern. Aber es wird genau die Menschen berühren, die an dasselbe glauben wie sie und ähnliche Werte teilen. Es wird die Menschen kümmern, die sich selber eine Story darüber erzählen, dass sie hilfsbereite Menschen sind, denen das Wohl anderer am Herzen liegt.

Und ganz ehrlich: kann Marketing noch schöner sein?

Zusammenfassung: 

Bei den besten Storys geht es nicht um dich. Es geht um deine Kunden. Welche Story erzählen sich deine Kunden über ihr Leben? Trainiere deine Empathie. Mache deine Kunden zum Helden. Und finde eine Story, die sich in das Weltbild deiner Kunden einfügt und dieses bereichert. Dann wirst du eine großartige Story haben, die geliebt und gerne weitererzählt wird.

Möchtest du mehr über Storytelling für dein Marketing erfahren?

Falls du Storytelling lernen möchtest, habe ich ein Geschenk für dich: Ein kostenloser Storytelling-Videokurs. Er enthält insgesamt 3 Videos mit gesamt 45 Minuten. Hier lernst du das Wichtigste, was du über Storytelling wissen solltest, um direkt loszulegen und deine Kunden zu begeistern. Und: ich verkaufe dir nichts darin! Es sind 3 Videos mit geballtem Inhalt. Zudem habe ich eine Facebook-Gruppe gegründet, in der wir uns gegenseitig unterstützen und austauschen. Sehen wir uns hier?

P.S. Weitere Infos über die Hugger findest du hier:

https://www.facebook.com/huggerisland

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1 Gedanke zu “Storytelling für dein Marketing: Was wirklich wichtig ist

  1. Liebe Annika,

    ein sehr schöner Artikel über die Magie von Geschichten ❤️ Ich bin gespannt auf den Videokurs.

    Liebe Grüße,
    Carina

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