Unternehmer-Storys: Ein Interview mit der Mutmacherin Barbara J. Schoenfeld

Wie können Frauen ein glückliches und zufriedenes Leben führen? Wie schaffen sie es, ihr Leben selbstbestimmt zu leben? Ein Kaffeegespräch mit Barbara J. Schoenfeld, Mutmacherin und Coach.

Was ist deine Story?

Ich war mein Leben lang auf der Suche nach etwas und wusste nicht was das war. Eine ganz tiefe, unbestimmte Sehnsucht hatte ich in mir, die mich immer weitertrieb. Ich habe alles Mögliche ausprobiert, habe sehr viel gelernt, bin sehr viel gereist und war immer unruhig.

Immer mal wieder dachte ich, jetzt hast du es gefunden, jetzt bist du angekommen. Bei einem Partner, bei einem Beruf oder in einer neuen Stadt. Aber das hielt nie lange vor. Es waren immer nur Zwischenstationen. Mit schöner Regelmäßigkeit packte mich dann wieder die Unruhe und ich musste einfach weitersuchen.

Weihnachten 2012 war für mich ein Wendepunkt. Es war lausig kalt, ich habe im Gartenhäuschen gewohnt, gerade meine Stelle verloren, mein Auto war kaputt und beim ausgeliehenen Auto waren die Bremsen so runtergefahren, dass ich mich nicht mehr getraut habe zu meinen Kindern zu fahren.

Dazu kamen noch so ein paar andere nette Dinge, die dafür gesorgt haben, dass ich ganz alleine mit meiner Katze in der Kälte im Garten saß. Der Fernseher hatte auch rechtzeitig den Geist aufgegeben. Es waren fast keine Kohlen mehr da zum Heizen und ich hatte gerade mal noch 10 € für die Weihnachtsverpflegung.

Aber ich bin überzeugt, dass diese Situation einfach so sein musste, denn mir wurde in dieser Woche zwischen Weihnachten und Silvester sehr viel bewusst. Mir war klar, dass ich mich selbst gesucht habe und dass nur ich mein Leben ändern kann. Und dass da Keiner kommt, der mich rettet oder der mir das abnimmt. Dass ICH dafür die alleinige Verantwortung trage, was passiert.

Das war erst einmal ganz schön harter Tobak für mich. Keine Ausrede mehr, keine Beschuldigung Anderer für meine Misere, sondern Selbstverantwortung war angesagt. Das fiel mir sehr schwer, aber ich wusste, das geht nicht anders wenn ich endlich ein schöneres Leben haben möchte. Endlich nicht mehr nur für Andere da sein wollte sondern mir auch mal was Schönes gönnen wollte. Und zwar ohne schlechtes Gewissen.

Das hört sich jetzt recht einfach an, es war aber ein hammerharter Weg, gepflastert mit vielen Tränen und vielen Rückschlägen. Es war nicht einfach. Aber ich bin ein Steh-auf-Mädchen und habe immer wieder weitergemacht. Ich beschäftige mich schon seit ich 14 bin mit Psychologie und persönlichem Wachstum, so dass ich über sehr viele Erfahrungen verfüge. Ich habe viele verschiedene Ausbildungen gemacht und habe schon immer gerne mit Frauen zusammen gearbeitet. Und gerade deshalb ist dieses Projekt entstanden.

Was ist deine Vision, auf die du hinarbeitest?

Meine Vision ist Frauen Mut zu machen, sich zu zeigen, zu sich selbst zu stehen und selbst dafür zu sorgen, dass sie die Anerkennung bekommen, die sie so sehr suchen. Dass sie ihr schlechtes Gewissen loswerden wenn sie etwas für sich selbst tun und dass sie sich geliebt fühlen können.

unternehmer-story

Was machst du an schlechten Tagen, um nicht aufzugeben?

Ans Aufgeben habe ich eigentlich noch nicht gedacht, denn mein Wunsch ist so groß, dass ich weiß dass ich ihn mir erfülle und dass ich damit Erfolg habe.

Was war dein größter Fehler bisher?

Mein größter Fehler war, dass ich nicht auf die Bedürfnisse meines Körpers nach Ruhe gehört habe. Ich habe eine wunderbare Kondition mitbekommen und kann immer noch arbeiten, wenn Andere schon längst aufgegeben hätten. Nun habe ich im letzten Jahr insgesamt pro Woche ca. 70 – 80 Stunden gearbeitet. 40 Stunden in meinem Brotjob, den Rest für meine Seite.

Wenn es mal nicht mehr ging, dann habe ich einen Abend auf der Couch verbracht, bin früh schlafen gegangen und am nächsten Tag ging es wieder weiter. Aber irgendwann einmal holt sich auch mein Körper sein Recht. Und das musste ich schmerzlich erfahren, denn ich konnte einfach nicht mehr. Das habe ich jetzt geändert. Es gibt eingeplante Pausen und die halte ich auch ein. Das habe ich mir versprochen.

Was macht dein Unternehmen besonders und einzigartig?

Ich lasse meine Leserinnen und Kundinnen an meinen Erfahrungen teilhaben, bin sehr offen und ehrlich. Ich kann mich sehr gut in andere Menschen hineinversetzen, denn ich bin Empath und habe in diesem Leben fast keine Erfahrung ausgelassen. Daher habe ich für alles Verständnis und mich kann man mit fast nichts mehr schocken.

Was würde deinen Kunden fehlen, wenn es dich nicht geben würde?

Es ist nicht so ganz einfach sich endlich zu der Frau zu entwickeln, die da im Innern schlummert. Dazu braucht man viel Mut und dabei unterstütze ich meine Kundinnen. Ich weiß genau, was sie durchmachen und kann sie genau dort abholen, wo sie momentan stehen und ihnen die passende Unterstützung geben um sich immer freier, freudvoller und selbstbewusster zu fühlen.

Wie wichtig ist es, authentisch zu sein? Wie setzt du das im Alltag um?

Für mich ist Offenheit und Ehrlichkeit ganz wichtig. Ich zeige mich genau so wie ich bin. Mit all meinen Macken und Ängsten. Und gebe auch Fehler zu, denn die gehören einfach mit zu uns.

Wie werden die meisten Kunden auf dich aufmerksam?

Momentan bin ich noch im Aufbau, bekomme aber schon viele Rückmeldungen für meine Artikel und über Facebook.

Setzt du Storytelling in deinem Business ein? Und wenn ja: Wie?

Nein, leider noch nicht, es fehlt mir noch der passende Einstieg. Aber meine Artikel schreibe ich schon sehr persönlich.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich möchte Vor-Ort-Seminare anbieten, weil damit die Arbeit viel intensiver ist als übers Telefon oder Skype. Außerdem möchte ich Online-Kurse entwickeln, denn es gibt immer wieder Frauen, die etwas tun möchten, aber nicht die Möglichkeit haben zum Seminar zu kommen. Oder die sich noch nicht trauen sich in einer Gruppe zu zeigen. Außerdem möchte ich noch einige Bücher schreiben, Videos machen und, und, und

Gibt es ein Buch/Bücher die in deinem Leben einen besonderen Stellenwert haben und die du anderen empfehlen möchten?

Da gibt es so viele. Bücher sind mein Leben und ich habe tausende davon gelesen.

Was sind die wichtigsten Faktoren, damit ein Unternehmen erfolgreich wird/bleibt?

Dass der Unternehmer seine Persönlichkeit zeigt, sich engagiert und Spaß an der Arbeit hat. Für mich ist diese Arbeit mein liebstes Hobby. Deshalb kann ich mich ja auch so schlecht davon trennen und Pausen machen 🙂

Wie wird sich deine Branche in Zukunft entwickeln? Worauf sollte man sich gefasst machen?

Ich denke, momentan befindet sich die Menschheit an einem Scheidepunkt. Viele werden im Chaos versinken, immer weniger verstehen was da tatsächlich abläuft und dass sie eigentlich aufgefordert sind, sich selbst zu erkennen und begreifen, dass nur sie die Verantwortung über ihr Leben haben.

Es fragen sich aber glücklicherweise auch immer mehr Menschen, ob das jetzt alles war oder ob sie da nicht doch eine Möglichkeit haben ihr eigenes Leben zu verbessern. Glücklicherweise gibt es ganz viele Menschen, die anderen auf diesem Weg helfen, wachrütteln, Mut machen. Und ich möchte einer von diesen Menschen sein.

Ich wünsche mir, dass der Trend immer mehr zu Offenheit und Bewusstheit geht, denn in der momentanen Zeit ist einfach eine Transformation angesagt. Viele Menschen merken, dass es so nicht weitergeht und dass sie krank werden.

Was sind die 5 wichtigsten, elementaren Tipps in deinem Business?

1. Du bist geliebt
2. Du bist wertvoll
3. Du hast eine einzigartige Gabe, die nur du der Welt geben kannst
4. Hör auf zu jammern oder dich zu bemitleiden, denn dann bleibst du Opfer und kannst nichts ändern
5. Nur du kannst dein Leben ändern, also fang einfach an

Über Barbara J. Schoenfeld

Barbara J. SchoenfeldBarbara J. Schoenfeld ist Mutmacherin und Coach und zeigt Frauen, wie sie die Anerkennung bekommen, die sie schon so lange suchen, wie sie ihr schlechtes Gewissen loswerden, wenn sie etwas für sich selbst tun und wie sie sich geliebt fühlen.

Barbara zeigt dir, wie auch du aus diesem Hamsterrad heraus findest und wie auch du endlich das glückliche und zufriedene Leben führen kannst, das du dir schon immer gewünscht hast. Sie erzählt dir das nicht nur, sondern sie hat all das selbst durchlebt und durchlitten. Bis sie es so leid war, dass sie nicht mehr konnte, als etwas an ihrem Leben zu ändern. Sie wollte endlich richtig leben, endlich auch einmal etwas Schönes erleben. Nicht immer nur arbeiten, nicht immer nur für die Anderen da sein. Nicht immer nur ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich mal was gegönnt hat. Daraus entstand dann das Projekt: Finde-deinen-eigenen-weg.de

Hier kannst du die kostenlosen wöchentlichen Updates anfordern und bekommst gleichzeitig kostenlos das Buch: „33 Tipps: Wie du dich sofort geliebt fühlst“

Hast du auch eine besondere Geschichte, die den Menschen weiterhelfen könnte? Die berührt, begeistert, unterhält oder einen weiter bringt? Dann melde dich gerne bei mir und wir unterhalten uns ganz entspannt bei einem Kaffee darüber (live oder per Skye). Email an: info@marketingcafe.de

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11 Gedanken zu “Unternehmer-Storys: Ein Interview mit der Mutmacherin Barbara J. Schoenfeld

  1. Herzlichen Dank liebe Annika,

    für unsere Unterhaltung und dass ich die Erste sein durfte. Darüber freue ich mich ganz besonders.
    Das Interview hat mir richtig viel Spaß gemacht.

    Ich wünsche dir jetzt ganz viele Kaffeegäste und weiterhin ganz viel Erfolg bei deinem Projekt.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  2. Liebe Annika,
    herzlichen Dank für das inspirierende Interview! Ich bin übrigens auch jederzeit offen Fragen zu beantworten 😉 Schau dich gerne mal auf meiner Seite um.

    Und liebe Barbara, dir herzlichen Dank für den Einblick in dein Leben. Du weißt ja, dass ich deine Offenheit sehr schätze. Es hilft ungemein, wenn frau weiß, dass es da draußen andere Frauen gibt, die sich mit ähnlichen Themen „rumschlagen“. Das macht (mir) Mut. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Authentizität eine der wichtigsten Bausteine für ein erfülltes Leben ist. Gerade zur Zeit übe ich ausführlich zu all meinen Seiten zu stehen und das auch zu kommunizieren. Nicht immer leicht, aber mit der Übung kommt die Leichtigkeit 🙂

    Alles Liebe euch beiden, Stefanie

    • Liebe Stefanie,

      danke für deine Rückmeldung. Mir machen solche Kommentare auch immer Mut, einfach weiterzumachen. Inzwischen weiß ich, dass wir gerade mit unserer Offenheit andere Frauen motivieren können, auch endlich zu sich zu stehen.
      Ich freue mich schon auf dein Interview mit Annika.
      Herzliche Grüße
      Barbara

  3. Liebe Annika – liebe Barbara
    Ein wundervoll inspirierendes Interview 🙂
    Für mich bedeutet Authentizität: „Mein Denken, Fühlen und Handeln sind im Einklang mit meinem Inneren und wie ich es im Aussen zeige.“ Und genau dies ist in eurem Interview wiedergegeben 🙂
    Es ist kein einfacher Weg – doch für mich der einzige Weg, so dass ich mich nicht verliere im Suchen nach meinem Ich. Das Finden der Erfüllung der Sehnsucht in sich wird durch Selbstverantwortung unterstützt und je liebevoller ich mit mir selber umgehe, desto wertschätzender werden die Menschen im Umfeld auf mich zukommen.
    Herzlichen Dank für das Teilhaben.
    Lieber Gruss
    Patricia

    • Liebe Patricia,

      das sagst du was ganz Wichtiges: es ist kein einfacher Weg, doch es ist der Einzige, der zur Erfüllung führt. Und dazu braucht es eben sehr viel Mut. Mut den viele Menschen nicht mehr haben, weil sie schon als kleines Kind nicht gelernt haben, zu sich zu stehen. Und genau für diese Menschen schreibe ich so offen, damit sie sehen: es geht doch 🙂
      Herzliche Grüße
      Barbara

  4. Liebe Barbara,
    ich merke immer wieder, wie ähnlich doch unser Lebensweg ist. Ich kenne das, wenn man den Standort wechselt und glaubt, jetzt sei man angekommen. Bei mir ist das immer so: Im 1. Jahr ist alles neu und spannend, im 2. wird es sozusagen wohnlich und ich richte mich ein, aber im 3. Jahr keimt immer wieder die Frage auf: Ist das alles? Irgendetwas fehlt da doch?
    Man kann es drehen und wenden, wie man will. Die wirkliche Veränderung beginnt immer in einem selbst. Sonst bekommt man die Lektionen nur in einem anderen Gewand präsentiert.
    Außerdem ist es deutlich zu sehen, dass in den letzten Monaten die Lektionen immer rascher kommen, immer dringender werden und man sich einfach nicht mehr davonstehlen kann. Was z.B. die Ruhe angeht, die man sich zwischendurch gönnen muss, kann ich mitfühlen. Auch ich muss derzeit erkennen, dass Pausen notwendig sind. Ich habe sie früher immer als Stillstand angesehen, aber ich versuche jetzt folgenden Vergleich: ein Maler muss ab und zu von seinem Bild zurücktreten, um sich den Überblick zu verschaffen und zu sehen, welche Details noch fehlen.
    LG
    Sybille

  5. Liebe Sybille,

    ach ist das schön, immer deine Kommentare zu lesen 🙂 Ja, es geht immer etappenweise und das mit der Zeit habe ich auch schon beobachtet, es wird immer schneller. Kaum noch Verschnaufpausen zwischen den Lektionen. Grade mal so eben von einem Tiefschlag erholt, kommt die nächste Herausforderung….

    Klasse finde ich deinen Vergleich mit dem Maler! Das werde ich mir merken.

    Herzliche Grüße

    Barbara

  6. Liebe Barbara,
    Hut ab, dass du so offen sprichst. Es ist schön dich immer besser kennenzulernen. Du bist wirklich eine tolle Frau.
    Es stimmt, alles befindet sich im Wandel und die Menschen spüren das. Wir leben derzeit im Wissenszeitalter und ich denke, dass das Wissen um die eigene Person dabei eben auch eine Hauptrolle spielt. Viele Menschen, die ich kenne, sind derzeit auf dem Weg zu sich selbst.
    Schön, dass es Menschen wie dich gibt, die dabei helfen.

    An Annika, tolles Projekt, hier schaue ich sicherlich öfter mal rein.

    Herzliche Grüße
    Gabriele

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